Philip Köster begeisterte Zuschauer bei seinem Comeback auf Sylt

Philip Köster begeisterte Zuschauer bei seinem Comeback auf Sylt

Darauf haben die Zuschauer beim Mercedes-Benz Windsurf World Cup Sylt sehnsüchtig gewartet. Der dreimalige Weltmeister Philip Köster griff am Montag zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder in das Wettkampf-Geschehen am Brandenburger Strand ein und erreichte in der Waveriding-Konkurrenz der Herren das Viertelfinale.

Der 23-Jährige war im Juli dieses Jahres nach einer zehnmonatigen Verletzungspause triumphal in die PWA World Tour zurückgekehrt und führt ungeschlagen die Weltrangliste an. Mit fantastischen Doppel-Loops und spektakulären Wellenritten zeigte er den begeisterten Zuschauern, warum er im Waveriding zurzeit das Maß aller Dinge ist und ließ seinen Konkurrenten keine Chance.

„Es waren sehr schwierige Bedingungen, die Wellen vor Westerland sind unberechenbar. Aber ich bin froh, dass der Wind in diesem Jahr mitspielt und ich das erste Mal seit meinem Sieg 2012 wieder einen Waveriding-Wettkampf beim größten Windsurf-Event der Welt bestreiten kann. Das Publikum hat mich fantastisch angefeuert und mir sehr geholfen“, so Köster, der noch zwei Heats gewinnen muss, um schon in der Hinrunde vorzeitig seinen vierten WM-Titel einzufahren.

Auch die deutschen Waverider Alessio Stillrich, Klaas Voget und Moritz Mauch sind noch im Wettbewerb, konnten aber wegen der einbrechenden Dunkelheit ihre Achtelfinalläufe nicht mehr antreten.

Bereits am Vormittag hatten die Damen das Spektakel eröffnet und lieferten sich knapp drei Stunden lang packende Duelle auf und über der Nordsee. Iballa Moreno, aktuelle Weltmeisterin und Führende der PWA World Tour, gewann die Hinrunde nach einem spannenden Finallauf gegen Sarah-Quita Offringa aus Aruba. Mit diesem Erfolg machte die Spanierin einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung, da ihre Zwillingsschwester Daida als Weltranglistenzweite und schärfste Konkurrentin nur Dritte wurde.

Das war ein enges Finale gegen Sarah-Quita und ich bin sehr froh, gewonnen zu haben. Es ist immer etwas Besonderes, beim größten Windsurf-Event der Welt ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Ich will hier auf Sylt meinen Titel verteidigen, aber in der Rückrunde kann noch viel passieren“, so Iballa Moreno

Einen hervorragenden vierten Rang belegte Lina Erpenstein aus Hamburg, die im Halbfinale an Iballa scheiterte und im Kampf um Platz drei gegen Daida das Nachsehen hatte. „Ich bin super-glücklich über diesen vierten Platz bei meinem Heim-World-Cup. Die Moreno-Twins sind einfach eine Klasse für sich, es ist keine Schande, gegen sie zu verlieren. Mir hat es viel Spaß gemacht, obwohl es zum Schluss bei diesen krassen Bedingungen sehr kalt wurde“, erklärte die Weltranglistenvierte. Die Kielerin Steffi Wahl und Caro Weber aus Hamburg komplettierten mit einem geteilten fünften Platz das tolle Mannschaftsergebnis der deutschen Damen.